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Monatskommentar

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Juli 2010


Am 1. Juli endet das 12-monatige Kreditprogramm der Europäischen Zentralbank im Betrag von €442 Mrd. Mit dieser gewaltigen Summe unterstützte die EZB die angeschlagenen europäischen Banken, damit sie sich von den Verlusten der Finanzkrise erholen und der Wirtschaft günstige Kredite zur Verfügung stellen können. Gleichzeitig war die EZB sehr darum bemüht, ihr Notprogramm zeitlich zu begrenzen und am 1. Juli zu beenden. Dann aber kam die Vertrauenskrise gegenüber Griechenland, die sich rasch auf andere verschuldete Länder ausdehnte und auch den Euro stark unter Druck setzte. Unter diesen Umständen drohte ein Einfrieren des Geldflusses zwischen den Banken, da sie einander wieder misstrauten. Die EZB hat keine andere Wahl als die Notausleihungen an die Banken fortzuführen, allerdings mit kürzeren Laufzeiten. Auf diese Weise soll eine neue Finanzkrise vermieden werden. Es zeigt sich, wie zerbrechlich das Vertrauen auch noch ein Jahr nach dem Crash ist und wie ein Gerücht oder ein paar Aussagen genügen: der Geldfluss stoppt, Banken, Industrie und Privatleute horten wieder ihr Geld und investieren es nicht. Das führte in den dreissiger Jahren in die Depression.

Damit sind wir bei einem Phänomen angelangt, welches Märkte und Menschen seit je stark beeinflusst: die Angst. Am Chicago Board of Options gibt es den VIX , einen Massstab für die Volatilität der S&P 500 Index-Optionen. Ein hoher Wert zeigt hohe Volatilität im Markt und daher auch höhere Prämien für die Optionen. In Krisenzeiten erreicht dieser Index Spitzenwerte und wird deshalb gemeinhin als Angst-Index bezeichnet. Nach einem absoluten Höhepunkt während der Finanzkrise mit 60 fiel er während der Erholung auf 19 und erreichte dann im Mai während der Euro-Krise wieder Werte über 30. Der langfristige Durchschnitt liegt bei 20 . Durch ein Studium dieses Angst-Indexes kann man sich im positiven Fall von den Emotionen lösen. In jeder Krise wird der Index ansteigen, aber nach dem Abklingen derselben wird er wieder seinem langfristigen Durchschnitt zustreben. Wenn man dies begreift und verinnerlicht, wird man viel weniger versucht sein, während der Krise zu verkaufen, sondern eher kaufen und umgekehrt, in Boom-Phasen vorsichtig sein beim Kaufen. Es ist ein weiteres Hilfsmittel, das einem hilft, im Kampf um den Börsenerfolg zu punkten.

 

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Aus der Wirtschaftspresse oder vom Internet:

It's Greek to Me

Memo von Howard Marks, Oaktree Capital Management (Juli 2010; in englisch)

 

Grantham Jeremy GMO Summer Essays (Juli 2010; in englisch)


Value Investing

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Slow and steady wins the race! In life and investing, chasing the speedy and glamorous, the trendy or hot is not the surest way to reach a goal!

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