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Februar 2012
Seit 100 Tagen ist Mario Draghi Präsident der Europäischen Zentralbank. Im Zeitpunkt seines Amtsantritts anfangs November erreichte die europäische Finanzkrise einen Höhepunkt: Zinssätze für langfristige Anleihen Spaniens und Italiens stiegen auf über 7%, was andeutete, dass die Märkte das Vertrauen in die Solvenz dieser Staaten anzweifelten. Auch Frankreich geriet vermehrt unter Druck. Banken der Eurozone konnten keine ungesicherten Anleihen mehr aufnehmen, was die Refinanzierung von fälligen Anleihen im Betrag von hunderten von Milliarden in Frage stellte. Um das Mass des Ungemachs voll zu machen drohten auch die Ratingagenturen mit Herabsetzungen.
Trotz dieses bedrohlichen Druckes hielten die EZB und Draghi an den Sparanstrengungen zur Defizitbehebung fest, gaben den Banken gegen übliche Sicherheiten aber günstige Kredite über drei Jahre. Damit wurde fürs Erste eine gefährliche Liquiditätskrise abgewendet. Da weiterhin auf einen Abbau der Defizite hingearbeitet werden muss, besteht auch die Gefahr einer Rezession, sie könnte aber milder ausfallen. Die Stimmung an den Märkten und bei den Investoren hat sich auch gewandelt: Statt Pessimismus, Panik und totaler Zurückhaltung kommt etwas mehr Zuversicht auf und es wird wieder zögernd investiert. Damit sind die Probleme der peripheren europäischen Staaten nicht gelöst, aber es wird Zeit gewonnen, um an Lösungen zu arbeiten und ein Zusammenbruch sollte vermeidbar sein. Mario Draghi hat seine Arbeit in den ersten hundert Tagen recht gut gemacht.
Eine erfreuliche Nachricht haben wir in eigener Sache. Der Jolimont Value Fund, ein Schweizer Fonds in Euro, hat in seiner Kategorie „Absolute Return Funds“ über die drei letzten Jahre die beste Performance erzielt. Der Verlust im Crash des Jahres 2008 war schwer, aber seither haben wir doch gut aufgeholt. Das ist erfreulich.
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